Lohnstückkosten: Quo vadis?

Die Lohnstückkosten als Maß für die Wettbewerbsfähigkeit steigen in Österreich deutlich stärker als im Euroraum oder in Deutschland.

Zuletzt aktualisiert am 20.06.2024, 14:00


Unter Lohnstückkosten versteht man die Arbeitskosten pro Beschäftigten geteilt durch die Produktivität. Im internationalen Vergleich sind in Österreich die Löhne in Relation zur Produktivität stärker gestiegen. Die Folge:  abnehmende Wettbewerbsfähigkeit.

Abbildung 1: Entwicklung Lohnstückkosten, Quelle: OECD Statistics.

Die Lohnstückkosten steigen also, wenn die Arbeitskosten stärker steigen als die Produktivität.

Arbeitskosten werden in Österreich deutlich stärker als im europäischen Raum besteuert. Der Steuerkeil – also der Anteil der Steuern an den Lohnkosten – ist in Österreich im Zeitverlauf konstant geblieben (Steuerreformen haben die Wirkung der kalten Progression lediglich kompensiert), während der Steuerkeil in der EU kontinuierlich gesunken ist.

Abbildung 2: Steuerkeil im Zeitverlauf, Quelle: OECD Statistics.